China 2019 – Tag 24 (18.02.19) Abreise

Heute Morgen musste alles ziemlich fix gehen. Da wir dann nach dem Wecker doch noch kurz 15 Minuten liegengeblieben sind (es war echt sehr schwer aufzustehen in der Gewissheit, dass wir nun mindestens 2 Monate nicht mehr nebeneinander aufwachen werden). Joan hat ein Taxi bestellt, was mich zur Suzhou SIP Railway Station gebracht hat. Dort angekommen musste ich noch ca. 45 Minuten auf den Zug nach Shanghai warten. Chinas Highspeed Trains sind wirklich klasse und vor allem sehr pünktlich! Der Zug fuhr um exakt 07:26 Uhr los und ist nach einem Zwischenstopp um 07:55 Uhr in der Shanghai Hongqiao Railway Station eingetroffen. Von dort ging es weiter mit der U-Bahn Linie 2, welche mich quasi direkt in den Pudong International Airport gebracht hat. An der Haltestelle Guanglan Road muss man umsteigen, die U-Bahn ändert dort ihre Richtung, siehe Tag 1 der Reise! 😉

Zur U-Bahn bleibt zu sagen, dass diese dermaßen proppenvoll war, dass die Türen immer mal nicht mehr zugingen und die Leute sich wie man es tatsächlich immer mal in den Medien sieht regelrecht zusammenpressen. Etwa ab der Hälfte der Strecke wurde es dann ein wenig entspannter und im letzten Drittel hatte ich sogar einen Sitzplatz.

Insgesamt hat der ganze Transfer von Abfahrt des Highspeed Train bis zum Warten auf das Boarding 3h10m gedauert. Das ist insofern relevant, da ich zukünftig öfter die Strecke Frankfurt <-> Suzhou pendeln werde. Die U-Bahnen fahren in Shanghai alle 5 Minuten, was die Reisezeit für die Zukunft damit relativ exakt vorhersehbar macht.
In Zukunft können wir also gerne noch ein wenig länger schlafen, bzw. versuche ich einen Nachtflug zu bekommen.

Das letzte (echte) Chinesische Mittagsmahl

Als erstes, wenn ich wieder zu Hause bin, will ich meine Katzenkinder knuddeln, danach auspacken, einräumen, wegräumen, alle Gerätschaften wieder hochfahren und im Anschluss mit dem großen Entrümpeln weitermachen.

Jetzt wo ich mich im Flugzeug auf dem Rückflug befinde, wird mir klar, dass ich keinerlei Mitbringsel gekauft habe. Bis auf die Geschenke, die ich von Joan und ihrer Familie erhalten habe, der Jacke, die ich mir gekauft habe und einem Teeset für meinen Freund Günter und seine Frau habe ich nichts gekauft.
Das mag zum einen daran liegen, dass ich in China keine dieser sonst üblichen kitschigen Touristenläden, wie ich sie aus anderen Ländern kenne, gesehen habe. Was natürlich auch daran liegt, dass China (noch) kein typisches Tourismusland ist. Die meisten Menschen hier sprechen nahezu kein Englisch und wenn dann zumeist nur ein paar Brocken.
Ein weiterer Punkt ist, wem hätte ich was mitbringen sollen? Mein Stiefvater ist nicht so der Typ für Staubfänger zum Hinstellen, meine Oma hat im Vorfeld dankend abgelehnt (Joans Mutter hat trotzdem einen Schal für sie gekauft), alle meine anderen Freunde wollten nichts Traditionelles haben.
Mit meinen paar Brocken Chinesisch wäre ich wahrscheinlich nicht wirklich weit gekommen, das ist mir auch klar geworden.
Aber, und das ist mein nächstes großes Ziel, das wird sich ändern. Bei meinem nächsten Besuch will ich Busfahren lernen – klingt komisch, aber um eine Buslinie zu finden, muss man in Baidu Maps den Zielort auf Chinesisch eingeben und das ist allein schon eine Hürde für sich!

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