China 2019 – Tag 22 (16.02.19)

Joan muss heute wieder arbeiten und steht um 06:30 Uhr auf. Ich schlafe noch bis 08:30 Uhr, stehe aber dann auch auf um zu Frühstücken und zu Schreiben. Außerdem will ich den Tag möglichst effizient nutzen.

Als Erstes steht der Gearcheck auf dem Plan. Was habe ich mitgenommen und wie sinnvoll war das?

  • Grundsätzlich hat es an nichts gemangelt. Abgesehen von der Jacke, die ich mir in Shanghai gekauft habe, hat meine Kleidung gereicht. Einen Schal musste ich mir von meiner Freundin leihen, eine Mütze hat sie mir geschenkt und Handschuhe gab es von der Familie als Willkommensgeschenk.
  • Da wir nur sehr kurz in Xi’an waren, konnten wir dort nur 1x Wäsche waschen. Das 1. Apartment in Suzhou hatte keine Waschmaschine, sodass sich inzwischen doch ein mittlerer Wäscheberg angesammelt hat. Meine Freundin wäscht z.B. ihre Unterwäsche immer von Hand und ich habe es ihr gleichgetan. Auf diesem Wege kam ich dicke mit einer 5er Garnitur aus. T-Shirts haben mir sogar 4 gereicht.
  • Hosen war definitiv eine zu viel, eine zweite zum Wechseln reicht völlig. Selbst in Suzhou bei Starkregen und abends klatschnasser Hose, reicht ein Ersatz dicke. Das gleiche gilt für Pullover. 2 Ersatzpullis hätten auf jeden Fall gereicht, einen habe ich nicht einmal getragen.
  • Die Reiseapotheke war perfekt. Bis auf das Ibuprofen wurde alles irgendwie mal von irgendwem genutzt. Das Geloprosed hab ich 2-3 Tage abends eingenommen, als ich in Beijing die Erkältung hatte, damit ich mir nicht im Minutentakt die Nase putzen muss.
  • Der Punkt über den ich mir die meisten Gedanken gemacht habe: Die Kameraausrüstung. Die A99 mit angesetztem 28-135mm ist ein ziemlicher Brocken im Gepäck. Genutzt habe ich sie daher nicht so häufig und nur mitgenommen, wenn ich wusste, dass ich viel fotografieren werde, wie z.B. an der Great Wall. Die RX100 macht auch klasse Fotos hat aber den Nachteil, dass der Fokusbereich vom 0,01-0,6m auf 24mm, bzw. 0,2-2m auf 70mm sehr sehr knapp ist und man somit in den meisten Fällen kein vernünftiges Bokeh machen kann. Dafür passt sie in die Jackentasche und mit einem vollen Akku kam ich immer einen ganzen Tag aus. Das war dann auch der Grund, dass ich fast ausschließlich diese genutzt habe. Der Funktionsumfang ist ähnlich wie bei der Mittelklasse A Serie von Sony. Bedingt durch die kompakte Bauform ist leider manches nur über Menüs zu erreichen, was aber zu verschmerzen ist.
  • Bei meinem nächsten Besuch werde ich daher nur die RX100 und noch eine analoge SLR mit einigen Rollen Silbersalz 35 mitnehmen. Ich habe zwar die meiste Zeit zu Dokumentationszwecken fotografiert, aber gerade die Gärten laden dazu ein, Kunst zu betreiben und mit der Schärfentiefe zu spielen.
  • Der letzte Punkt ist das Stativ. Ich hatte es einmal dabei, als wir zu den Terrakotta Kriegern gefahren sind. Aufgrund von „too many people“ war ein fotografieren selbst ohne Stativ nur mit dem Handy möglich. Für alle anderen Fälle tat es auch ein Brückengeländer oder was gerade greifbar war. Zur Not halt ISO hoch und mit dem Stabi der A99 lässt sich im absoluten Notfall auch eine halbe Sekunde auf 70mm aus der Hand schießen.

Am frühen Nachmittag mache ich mich auf um Suzhou ein wenig auf eigene Faust erkunden. Außerdem möchte ich gerne ein chinesisches Bankkonto eröffnen um WechatPay und Alipay richtig nutzen zu können. Leider sagt mir die Mitarbeiterin in der ICBC, dass dies nur für Expats und nicht für Touristen geht.

Gut, ich mache mich auf zum Suzhou Olympic Sports Center, was eine Mischung aus Kaufhaus, Stadion, Fitness Center, usw… ist. Ein riesiger Komplex, wo es wirklich alles gibt. Ich erkunde das SZOSC für gut anderthalb Stunden, dann hat Joan Feierabend und wir suchen ein wirklich leckeres Hotpot Restaurant in der dritten Etage auf. Ja ich liebe Hotpot!

Danach zeigt mir Joan noch die Suzhou SIP Trainstation, von wo übermorgen mein Zug startet. Sie kümmert sich wirklich so fürsorglich um mich, einfach klasse!
Wir fahren nach Hause und entspannen den Abend ein wenig, denn sie muss morgen auch wieder arbeiten!

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